Alles Blog oder was?

Der Begriff kann einem fast überall begegnen und viele wissen mittlerweile oft gar nicht, ob man sich nun gerade auf einem Blog befindet oder auf einer „normalen“ Webseite. Wir wollen uns daher heute kurz die Zeit nehmen, um den Begriff und dessen Herkunft näher zu erklären. Gleichzeitig wollen wir einen kleinen Überblick über die Technik liefern.

Was ist ein Blog?

Bei einem Blog handelt es sich um eine Webseite, die wie ein Tagebuch oder ein Journal organisiert und geführt ist. Der Autor schreibt meist in einem sehr persönlichen Stil. Am Ende eines jeden Artikels haben die Leser oft die Möglichkeit, diesen zu kommentieren und so in eine Diskussion mit dem Autor zu treten. Die Einträge erfolgen chronologisch nach Datum und so ist in aller Regel auch der visuelle Aufbau eines Blogs. Die einzelnen Beiträge sind untereinander aufgelistet wie auf einer Perlenkette, der Autor veröffentlicht so seine Gedanken zu einem bestimmten Thema. Die einzelnen Beiträge, auch Posts genannt, können zum Teil auch thematisch sortiert sein. Dies entspricht zwar nicht der ursprünglichen Idee eines Online-Tagebuchs, doch nutzen viele Unternehmen und Organisation das Medium Blog in dieser abgewandelten Form.

Wer war der Erste?

Tim Berners-Lee soll der erste Blogger gewesen sein. Im Jahre 1990 ging seine Webseite online und er nutzte sie zum Austausch mit anderen Forschern. Berners-Lee war Software-Entwickler und arbeitete seinerzeit als Wissenschaftler in einem Kernforschungszentrum in der Schweiz. Seine Webseite widmete sich dem Erfahrungsaustausch mit anderen Wissenschaftlern, die Einträge erfolgten chronologisch als Tagebuch. Dies war eine völlig neue Form der Veröffentlichung. Der Begriff Blog war damit aber noch nicht geboren, lediglich die Idee dahinter. Es dauerte bis zum Jahre 1997, als der US-Amerikaner John Barger sein Online-Tagebuch einen Webblog nannte. Aus Webblog wurde Blog und der Begriff setzte sich fest.

Welche Technik wird benötigt?

Die gute Nachricht ist, dass keinerlei Programmierkenntnisse mehr vonnöten sind um erfolgreich einen Blog zu betreiben. Die schlechte Nachricht ist, dass die Auswahl inzwischen riesig geworden ist und man damit die Qual der Wahl hat. Was aber definitiv das kleinere Übel ist. Waren es zu Beginn noch gute HTML Kenntnisse, so sind es heute lediglich gute Rechtschreibkenntnisse, die der Blogger mitbringen muss. Extrem populär ist die Software WordPress geworden. Sie war zu Beginn eine reine Blog-Software, doch heute ist sie sehr vielseitig geworden. So eignet sie sich nun als Shop für einen IKEA Klippan Bezug genauso wie als Webseite für einen Anglerverein. WordPress kann mittlerweile für Blogs, Shops, Journals oder auch Nachrichtenmagazine eingesetzt werden. Die Software ist mittlerweile so ausgereift, dass es nahezu keinerlei Grenzen für die Anwendung gibt. WordPress ist Open-Source und kann somit von jedem Anwender verändert und für seine Zwecke optimiert werden. Dies gilt auch als einer der Hauptgründe, warum die Software so erfolgreich geworden ist, denn auf diese Weise haben Millionen von Nutzern zu deren Entwicklung einen Beitrag geleistet.